Einen Meistertitel und fünf weitere Medaillen – Bayerische Badminton Einzelmeisterschaften in Lauf mit reichlich Edelmetall für den TSV Lauf

 

Die Laufer Bitterbachhalle war Austragungsort der bayerischen Badminton-Schüler- und Jugendmeisterschaften U11 bis U19. Letztes Jahr schafften die Akteure des TSV Lauf dreimal den Sprung auf einen Podestplatz, diesmal gingen vor heimischer Kulisse sogar doppelt so viele Medaillen an den TSV Lauf. Katja Preller, die jüngste Teilnehmerin des TSV Lauf war am erfolgreichsten und wurde Bayerische Meisterin im Einzel U11.

 Katja Preller wurde ihrer Favoritenrolle gerecht, gewann ihr erstes Einzel und zog souverän ins Halbfinale ein. Dort wartete ihre vermeindlich stärkste Gegnerin Charlotte Maag vom TSV Diedorf. Nach erstem knapp verlorenen Satz konnte sie die beiden folgenden Sätze klar gewinnen und stand verdient im Finale. Beim rein mittelfränkischem Endspiel gegen Aurelia Wulandoko (TSV 1846 Nürnberg) gewann Katja Preller mit 21:17 und 21:10 und konnte so die Saison mit dem verdienten Meistertitel beenden.

Da in der Altersklasse U11 auf bayerischer Ebene keine Doppeldisziplin ausgetragen wird, spielte Katja mit ihrer Doppelpartnerin Daniela Schmidt vom TSV 2000 Rothenburg  eine Altersklasse höher in U13 und musste im Viertelfinale gegen die späteren Vizemeisterinnen Maya Höfle und Mira Hamm antreten. Trotz Kampfgeist verlor das Mittelfrankenduo aber klar in zwei Sätzena.

Besser erging es ihrer älteren Schwester Tanja Preller mit ihrer Doppelpartnerin Kirsten Helmsauer vom ESV Flügelrad Nürnberg. Nach souverän gewonnener ersten Runde musste das an fünf gesetzte U15-Doppel ihr ganzes Können zeigen, um gegen Lucy Bösl und Amelie Seemann (TSV Wolfstein) mit 21:16 und 21:17 zu gewinnen und ins Halbfinale einzuziehen.

Dort war dann nach drei umkämpften Sätzen Endstation gegen das schwäbische Doppel Lilli Cramer (TV Dillingen) und Ronja Hamm (TSV Haunstetten) mit 21:13, 19:21 und 11:21, was am Ende 3. Platz bedeutete. Im Einzel lief es für die Lauferin nicht wie erhofft. Ihr gelang zwar ein Sieg im ersten Spiel, dann jedoch musste sie der Favoritin Lilli Kramer erwartungsgemäß mit 10:21 und 15:21 den Vortritt gewähren und belegte damit einen ehrenwerten neunten Platz.

Mit ihrem Mixed-Partner Rouven Wulandoko spielte sie sich gegen Tobias Müller/ Lilian Schröder ins Viertelfinale. Dort war die Hürde gegen die späteren Disziplingewinner Matthias Schnabel (TV 1884 Marktheidenfeld) und Friederike Rudert (ASV Möhrendorf 1947) dann doch zu hoch, womit sie einen guten 5. Platz erreichten.

Anika Wagemann als zweite Laufer U15-Spielerin schied im U15-Einzel bereits im ersten Spiel gegen Lucy Bösl (TSV Wolfstein) aus. Im U15-Doppel fehlte das Losglück. Zusammen mit Amelie Schmidt (ASV Möhrendorf 1947) mussten sie ihr erstes Spiel klar an die starken, an drei gesetzten Friederike Rudert  und Sarah Molodet (TSV Neubiberg/ Ottobrunn) abtreten. Für Anika Wagemann war aber alleine schon die Qualifizierung zur bayerischen Meisterschaft nach eineinhalbjähriger verletzungsbedingter Zwangspause ein riesen Erfolg und geglücktes Comeback.

Das Laufer U17-Mixed Christian Greisinger/ Patricia Himml verloren ihr erstes Spiel nach hartem Kampf knapp an die Paarung Manuel Singer/ Katja Müller (beide TSG 1885 Augsburg) mit 19:21, 21:19, 15:21. Das mittelfränkische Doppel der Herren U17 Christian Greisinger/ Lennart Vogel (TSV 1860 Ansbach) scheiterten in ihrem ersten Spiel gegen die topgesetzen und späteren bayerischen Meister Jonas Braun (TSV Neuhausen-Nymphenburg) und Joshua Redelbach (TV 1884 Marktheidenfeld). Auch in Christians ersten Einzel lief es nicht rund, so verlor er gegen Vinnavan Sembian (Polizei SV München) mit 19:21 und 14:21. Besser erging es seiner Mixed-Partnerin Patricia Himml, die zusammen mit Annika Kneidl (ASV Niederdorf) ihr erstes Spiel gegen Serafina Starke mit Ann-Kathrin Bürkle (TSV Neubiberg/Ottobrunn) bestritten und nach einem ungefährdeten Sieg im Halbfinale standen. Dies verloren sie jedoch trotz gutem Spiels mit 21:15 und 21:19 gegen Elena Dörfler (ESV München) und Yvonne Seemann-Kahne (TSV Neubiberg/Ottobrunn), was am Ende Bronze für den TSV Lauf bedeutete. Im Einzel konnte Patricia das sehr umkämpfte Spiel gegen Serafina Starke für sich entscheiden. Danach hingen die Trauben aber zu hoch und so verlor sie ihr Viertelfinale gegen die spätere Siegerin Monika Weigert (TSV Neuhausen-Nymphenburg) klar.

Starkes U19-Feld

Nun waren die „Oldies“ in der Altersklasse U19 an der Reihe. Im Damendoppel schlugen das eingespielte Doppel Anna Puchinger und Siripa Phuangrat (ASV Niederndorf) im Viertelfinale Selina Heinloth mit Luisa Witt (TSV Allersberg/ARSV Katzwang) souverän mit 21:10 und 21:12. Im Halbfinale war jedoch gegen die späteren Vizemeister Claudia Jendycek (EC Bayreuth) und Ronja Söller (BC Aschaffenburg) Schluss, aber den verdienten 3.Platz konnte sich das Mittelfrankenduo somit sichern. Bei den U19 Herren konnten sich gleich vier Spieler des TSV Lauf für diesen Saisonhöhepunkt vor heimischer Kulisse qualifizieren. Im Herreneinzel traten drei Laufer Spieler an. Nachdem sich Leon Gaag ungefährdet für das Viertelfinale qualifizieren konnte (21:8, 21:6 gegen Valentin Pilz), schied er in einem packenden Spiel gegen den Favoriten Darren Wilde (ESV Flügelrad Nürnberg) in drei Sätzen mit 21:17, 18:21, 9:21, aus, womit er einen sehr starken fünften Platz erreichte. Daneben verstärkte Felix Oestereich das Laufer Aufgebot im U19-Einzel und gewann sein erstes Spiel  gegen Fabian Lautner (21:6, 20:22, 21:18), bevor er sich dem späteren Einzelsieger Julian Edhofer (TSV Neubiberg/Ottobrunn) mit 16:21 und 9:21 geschlagen geben musste. Auch einen neunten Platz errreichte Christian Schempf, der gegen seinen Gegner Patrick Biechl (ESV München) keine Chance hatte und so in zwei Sätzen ausschied. Das Laufer Doppel Christian Schempf/Leon Gaag spielten stark gegen Stefan Schuster (TSV Neubiberg/Ottobrunn 1920) und Stan Wang (Polizei SV München) auf, verloren jedoch knapp ihr erstes Spiel mit 17:21 und 21:23. Besser lief es bei den beiden anderen Laufern Daniel Lee und Felix Oestereich. Daniel gewann zusammen mit seinem Doppelpartner Micheal Nerdenyan vom TSV 1860 Ansbach das Achtelfinalspiel gegen eine Münchener Paarung souverän in zwei Sätzen. Im Halbfinale mussten die beiden sich den späteren Meistern Jonas Grün und Daniel Schütz geschlagen geben, holten aber somit Bronze. Ebenso gewann Felix Oestereich zusammen mit Darren Wilde (ESV Flügelrad Nürnberg) das Achtelfinalspiel souverän. Das Halbfinale konnten beide gegen Patrick Biechl (ESV München) und Filip Hermanns (TSV Neubiberg/Ottobrunn) in einem packenden Spiel mit 21:17 und 21:18 für sich entscheiden und standen verdient im Finale. In diesem leisteten sie sich einen harten Kampf gegen Jonas Grün (TV 1884 Marktheidenfeld) und Daniel Schütz (ESV München) und konnten nach einem verlorenen ersten Satz den zweiten mit 21:15 für sich entscheiden. Den Entscheidungssatz verloren Felix und Darren trotz gutem Spiels mit 13:21 und sicherten sich mit Silber den größten Doppelerfolg dieser bayerischen Meisterschaft für den TSV Lauf.

Im Mixed traten zwei Laufer Spieler mit jeweils  auswärtigen Partnerinnen an. Leider verloren Leon Gaag und seine Partnerin Jasmin Maksimenko (TSV 1860 Ansbach) ihr erstes Spiel gegen Leopold Gaebler und Julia Obster.

Auch Christian Schempf  mit Luisa Witt (ARSV Katzwang) kamen gegen die späteren Zweiten Tim Cramer/ Isabelle Mader (beide TV Dillingen) nicht über die erste Runde hinaus.

Mit einer Teilnehmerzahl von 9 Athleten, einem Meistertitel, sechs Podestplätzen sowie fünf fünften Platzierungen war dieses Turnier für den TSV Lauf die seit Jahren erfolgreichste bayerische Meisterschaft.

Über das organisatorisch und sportlich gelungene Turnier kann die gesamte Badmintonabteilung des TSV Lauf sehr stolz sein.

 

Autor(in): Christian Schempf / Patricia Himml